Geld verdienen mit Korrekturlesen

KorrektoratWorauf kommt es beim Korrekturlesen an, es geht einzig und allein darum, Texte oder Webseiten zu „korrigieren“, so wie es der Name schon vermuten lässt. Das heißt, man bekommt Aufträge von Einzelpersonen oder Unternehmen, deren Texte oder Webseiten gegengelesen werden sollen. Die Beachtung der Orthografie und Grammatik steht dabei im Vordergrund, genauso wie die stilistische Richtigkeit des Geschriebenen.

Was unterscheidet Korrekturleser von Lektoren?

Lektor ist eine eigene Berufsbezeichnung für sich. Er hat auch weit mehr zu tun, als der Korrekturleser. Ein Lektor wird damit beauftragt die Richtigkeit des Inhalts zu überprüfen und ist nicht nur für die Rechtschreibung und Grammatik verantwortlich. Er hat also auch mehr zu recherchieren.

Kann jeder sofort starten?

Zuerst ist es wichtig seine Grundvoraussetzungen zu kennen. Es ist selbstredend, dass ein Korrekturleser die jeweilige Sprache, in der er Korrekturlesen möchte, bestens beherrscht. Nur wer sich gut ausdrücken kann, hat aber noch längst nicht alle grammatikalischen Feinheiten oder neue Rechtschreibregeln drauf. Je mehr man von sich aus schon weiß, desto weniger Zeit verbringt man später beim Blättern im Duden oder dem Grammatikheft. Und Zeit ist Geld beim Korrekturlesen. Desweiteren sollte man seine Tätigkeit beim Finanzamt melden, wenn man sich selbstständig macht. Je nachdem wie viel das Korrekturlesen abwirft, kann man als Kleinunternehmer handeln oder als normaler Unternehmer.

Wo bekomme ich Aufträge her?

Aufträge bekommt man zum Beispiel über Suchanzeigen auf Kleinanzeigen-Portalen im Internet oder von Studenten, die ihre Abschlussarbeiten perfekt haben möchten. Man kann auch selbst aktiv werden und eine Anzeige im Internet oder der Lokalpresse schalten, oder einen Aushang ans schwarze Brett einer Universität hängen.

Wie viel Geld verdient man mit dem Korrekturlesen?

Am Anfang muss man sich erst einmal hineinfinden. Es wird nicht mehr als ein Nebeneinkommen sein. Hat man sich später aber einen Namen gemacht, und das ist schwer, kann man gutes Geld damit verdienen. Es kommt jedoch auch auf das Verhandlungsgeschick von einem selbst an. Da es immer Unternehmen gibt, die Spottpreise anbieten, um Kunden zu ziehen, ist es ohne Referenzen zunächst schwer, viel Geld zu verlangen. Wer von einem anscheinend renommierten Unternehmen eine Seite für 1,99€ korrigiert bekommt, wird bei einem 2,50€-Angebot eines Einzelunternehmers nicht zusagen. Man sollte am Anfang wirklich mit kleinen Preisen einsteigen, 2€ pro Seite sind realistisch, um Aufträge von Studenten zu bekommen. Hat man einen Unternehmer an der Angel, dann kann man durchaus etwas mehr verlangen, bis zu 5€ pro Seite sind durchaus denkbar.

Wie komme ich zu meinem Geld?

Hat man sein Unternehmen beim Finanzamt angemeldet, ist man verpflichtet, Rechnungen über seine Tätigkeiten an den Kunden zu schreiben. Der richtige Aufbau einer Rechnung ist wichtig, denn nur wenn sie alle vom Gesetz her erforderlichen Dinge enthält, ist sie wirksam. Wenn ein Gesetzesfuchs nun eine ungültige Rechnung bekommt, kann es sein, dass man, aus gutem Grund, niemals Geld bekommt. Wer zahlt schon eine nicht wirksame Rechnung?! Es ist verboten seine Dienste privat anzubieten und dafür Geld zu verlangen, sobald man das Unternehmen angemeldet hat. Das zählt dann als Schwarzarbeit und führt zu Strafen.

Was man im Hinterkopf haben sollte!

Es ist wichtig diesen Job, den man locker vor dem heimischen PC erledigen kann, dennoch ernst zu nehmen. Denn nichts ist ärgerlicher, als Kunden, die sich beschweren, weil die Qualität nicht stimmt. Man sollte daher seine Kenntnisse gut einschätzen, bevor man seine Dienste im Korrekturlesen anbietet. Sonst verliert man schnell die Freude an seiner Arbeit und muss viel Zeit in die Korrektur seiner eigenen Korrektur stecken. Verlorene Zeit, die kein Geld bringt.